Die Party steigt, es wird getanzt und die Erwartung steigt mit; Du möchtest all zu gern tanzen und dazu auffordert werden, oder vielleicht auch selber auffordern.

Du kannst Deinen Wahl-Tanzpartner natürlich von weitem herbei winken, mit den Fingern pfeifen und wenn man sich schon zu ihr oder ihm hinbemüht, kann man „den Auserwählten oder die Auserwählte“ mit einem Ruck vom Stuhl reißen. Doch gerade die nettesten Mädchen und Jungs lassen sich nicht gerne als „tanzbarer Gegenstand“ gebrauchen! Mädchen und Frauen setzen sich durch und „warten nicht mehr nur ab“; sie ergreifen die Initiative und fordern die „Männer“ auf.

Im Übrigen: Damenpaare sind seit „eh und je erlaubt; Freundinnen tanzen zusammen, da Frauenüberschuss herrscht oder einfach nur aus Freundschaft und Spaß. Heute sind auch Männergruppen auf der Tanzfläche zu sehen. Was in Discos in der Stadt schon längst passiert, wird nun auch auf dem Land des öfteren gesehen und hat nichts mit „Schwulitäten“ zu tun, wohl aber mit Freude am Bewegen bzw. am „Tanzen“ und am Spaß miteinander.

Eine Verbeugung zu machen ist heute nicht mehr zeitgemäß, aber freundlich bitten darf nicht zu viel verlangt sein. Einmal zu Ende getanzt (überlasse das Beenden des Tanzvergnügens bitte dem schwächeren Partner; das ist nicht immer die Dame), bringt oder begleitet (der Herr „bringt“, die Dame „begleitet“) man den Partner wieder zum Platz. Wenn man seinen Partner/seine Partnerin einfach auf der Tanzfläche stehen lässt, ist das taktlos.

Tanzen soll für beide ein Spaß sein, also tanze bitte, was auch dem Partner Spaß macht. Beim Tanzen hat der Herr die Führung und somit auch die Verantwortung. Zwinge die Dame nicht zu Variationen und Folgen, die sie kaum beherrscht oder gar nicht kennt und vor allem, bringe Deinen Tanzpartner nicht in Verlegenheit durch eine schlechte oder gar zweideutige Tanzhaltung.